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Pippa Watson. Eine Liebe auf Guernsey (2018)

Frühling auf Guernsey: Kate erfährt, dass ihr bester Freund heiraten will, sie muss ihre Stiefmutter in deren Souvenirshop vertreten, wo sie auch Matthew und seinen blinden Sohn Alfi kennenlernt. In dieser Zeit stirbt auch ihre Nachbarin und vererbt Kate nicht nur ihr Cottage, sondern auch ihre Hündin Amy. Turbulente Zeiten also.

Kate Bentley betreibt auf ihrer geliebten Insel Guernsey ein kleines Touristikunternehmen, das zum Beispiel geführte Wanderungen anbietet, auf die sich Kate bereits riesig freut. Doch als ihr alter Freund Brian ihr erzählt, dass er heiraten will, ist Kates Ruhe dahin. Dabei sind sie schon seit Jahren nur noch Freunde. Oder hat sie etwa doch noch Gefühle für ihn? In ihrer Verwirrung sucht Kate wie immer Rat bei ihrer Stiefmutter Rose, die einen Souvenirshop am Hafen betreibt. Dort gibt es nicht den üblichen Touristen-Ramsch, sodass auch viele Insulaner das Geschäft besuchen und Rose quasi ein Kommunikationszentrum der Insel betreibt.

Shop-Vertretung

Als Rose einen Unfall hat und einige Wochen nicht arbeiten kann, sondern sich in ihrem Haus auf Sark erholen soll, muss Kate sie im Souvenirladen vertreten. Die Arbeit in ihrer eigenen Firma überlässt sie der jungen Angestellten Kitten und ihrer alten Studienfreundin Irina, die überraschend auftaucht. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass die beiden gar nicht miteinander können, Kate muss schlichten und erklären und besänftigen …

Auf den Hund gekommen

Als Kates Nachbarin stirbt, erbt Kate deren Cottage, vor allem aber Hund Amy, einen ausgebildeten Blindenhund. Kate kümmert sich zwar um den Hund, möchte aber ein neues Zuhause für ihn suchen. Dabei fällt ihr Matthew Deering wieder ein, den sie in Roses Shop kennengelernt hatte. Matthew arbeitet als Übersetzer von deutschen Romanen, war früher aber auch ein Ausbilder von Blindenhunden. Er sagt zu, Amy zu prüfen und dann bei der Vermittlung zu helfen. Kate müsse aber dabei sein bei den Prüfungen … So finden Amys Tests bald im Rahmen von Spaziergängen, Wanderungen und Picknicks statt, an denen schnell auch Matthews Sohn Alfi teilnimmt. Der hat zwar eigentlich eine panische Angst vor Hunden, aber Amy schafft es, sein Vertrauen zu gewinnen.

Happy End

Da sich Matthew bereits beim ersten Blick auf Kate in sie verliebt hat, ist das Happy End abzusehen. Der supertolle Überhund spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle und sogar Kates richtige Mutter kommt noch ins Spiel. Der nette Roman folgt also den üblichen Mustern des Genres, Überraschendes gibt es nicht. Die Figuren sind aber als recht sympathisch angelegt, der Schauplatz Guernsey fasziniert (auf jeden Fall mich immer wieder) und gleicht einige Schwächen der Story aus. Der Stil ist zwar manchmal ein bisschen holprig zu lesen, aber das ist ja Geschmackssache.

Wer eine leichte Liebesgeschichte sucht, die viel Lokalkolorit einbringt, der wird mit diesem Roman glücklich werden.

Pippa Watson. Eine Liebe auf Guernsey. Köln: Bastei Lübbe, 2018.