Tessa Hennig. Mama mag keine Spaghetti (2014)

Hennig, Tessa. 2014. Mama mag keine SpaghettiHanna ist Anfang 50 als ihr Mann Michael sie verlässt, weil er sich in eine Jüngere verliebt hat. Der Klassiker. Gerade jetzt will ihre Tochter Julia heiraten, den Italiener Lorenzo, mit dem sie gemeinsam in Florenz lebt. Zur Hochzeit im Heimatdorf von Lorenzo kommt auch Julias Vater, mitsamt seiner neuen Lebensgefährtin Katrin. Konfliktpotential. Aber auch sonst geht einiges schief …

Hanna arbeitet in einer Bank und bewohnt jetzt alleine das ehemalige Heim der Familie. Noch hat sie keine Energie für einen Neuanfang gefunden, schließlich ist nicht nur der Ehemann weg, sondern Tochter Julia ist erwachsen und lebt inzwischen in Florenz. Mit dem Italiener Lorenzo. Und jetzt will sie ihn auch noch heiraten! Muss man so jung schon heiraten, wo doch sowieso alle Ehen zum Scheitern verurteilt sind?

Ex-Mann Michael

Michael erlebt mit seiner neuen Freundin Katrin, einer zwanzig Jahre jüngeren Frau, seinen zweiten Frühling. Er fühlt sich wieder jung, liebt das Neue, die Anerkennung, die Bestätigung. Doch nach und nach merkt er, dass es auch verdammt anstrengend ist, den Anforderungen von Katrin gerecht zu werden.

Tochter Julia

Julia erfährt kurz vor der Hochzeit, dass ihr Lorenzo noch mit einer anderen verlobt war, als er schon mit ihr zusammen war. Betrug? Kennt sie ihn wirklich? Vor der Zeremonie ist keine Zeit mehr für eine Aussprache, also rennt Julia vor ihrem Ja-Wort aus der Kirche. Vielleicht hat ihre Mutter ja doch recht?

Schwiegermutter Gina

Gina, die Mutter von Lorenzo, ist eine unkonventionelle und reiselustige Italienerin. Kurz vor der Hochzeit ihres Sohnes erfährt sie, dass ihr Mann ein Verhältnis mit der Organistin des Ortes hat. Noch eine kaputte Ehe. Ein schlechtes Omen?

Ginas Bruder Franco

Franco war schon dreimal verheiratet und wurde dreimal verlassen. Der Gegenentwurf zu den aktuellen Ehemännern im Roman. Er verliebt sich in Hanna, bemüht sich um sie und bringt viel italienische Leichtigkeit in ihr Leben zurück. Denn wie sich herausstellt, war auch Hanna in ihrer Jugend mit einem Italiener liiert.

Unterhaltsame Klischees

Das Ende der (scheinbaren) Verwicklungen ist vorhersehbar, viele Abläufe der Handlung auch. Gelegentlich versöhnen originellere Details, die von den üblichen Klischees ein wenig abweichen. Insgesamt ein ganz netter Roman, der allerdings meistens einfach seicht vor sich hinplätschert, wofür er insgesamt zu lang ist bei so wenig Substanz. Aber immerhin frönt Autorin Tessa Hennig nicht dem Kitsch, sondern bemüht sich um ein wenig Originalität.

Autorin Tessa Hennig ist Jahrgang 1963 und erfahrene Autorin von Drehbüchern, was man auch ihren Romane anmerkt.

Tessa Hennig. Mama mag keine Spaghetti. Berlin: Ullstein 2014.

Weitere Informationen

Verlagsseite zum Roman bei Ullstein
der Roman auf der Homepage der Autorin
der Roman bei LovelyBooks
der Roman bei vorablesen.de (mit Leseprobe!)

Weitere Artikel und Rezensionen

Monika Schulte auf Lesezeit (24.5.2014)
auf Deborahs Bücherhimmel (17.6.2014)

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