Karin Welters. Die Tanzschule: Lisa Hansens 1. Fall (2015)

Welters, Karin. 2015. Die Tanzschule (163x250)Bei kostenlosen E-Books greife ich häufig zu – immer in der Hoffnung, mal eine echte Entdeckung zu machen. Bei diesem Roman mit dem Untertitel zu einem „1. Fall“ dachte ich an einen Krimi, der im Wesentlichen in einer Tanzschule spielt. Weit gefehlt.

Witwe Lisa Hansen hat von Hamburg die Nase voll und denkt kurz vor ihrem 50. Geburtstag daran, der „grauen Stadt“ den Rücken zu kehren. Da kommt ihr das unerwartete Erbe von ihrer Tante wie gelegen. Vielleicht könnte sie in dem kleinen Häuschen ihrer Tante im Bergischen Land ein neues Leben anfangen. Als sich das vermeintliche kleine Häuschen als ein kleinen „Schlösschen“ entpuppt, entschließt sich Lisa sofort zu bleiben.

Albtraum oder Vorhersehung?

Schon kurz nach dem Einzug beginnt ein Albtraum Lisa zu plagen: Jede Nacht auf Dienstag träumt sie von einer Tanzschule, deren neun Eleven ihr immer feindlichen gesinnt scheinen. Mit jedem Traum wächst der Hass der Eleven, die Titanic taucht im Traum auf… Lisa verkraftet die Träume nicht, ist verängstigt, kann nicht mehr essen oder schlafen und sucht Hilfe bei ihrer Freundin Carola, einer Psychologin, und dem früheren Hausarzt ihrer Tante, Dr. Andreas Roemer.

Unterstützung durch Freunde

Wie sich herausstellt, hatte Lisas Tante paranormale Fähigkeiten, die scheinbar auch Lisa besitzt. Tante Käthe wusste das und hat bei ihrem Arzt und Freund Andreas Briefe für Lisa hinterlassen, die ihr weiterhelfen sollen. Was sie auch tun, außerdem wirkt die tatkräftige Unterstützung von Carola und Andreas Wunder… die Träume werden am Ende aufgeklärt, aber wie werde ich hier nicht verraten.

Für echte Fans von übersinnlichen Phänomenen?

Zuende gelesen habe ich den Roman – was aber nichts über die Qualität aussagt, weil ich eigentlich kein Buch zur Seite legen kann. Die Sprache ist einfach lesbar, häufig allerdings unnötig geschwurbelt. Die Figuren bleiben wie durchsichtig, ohne Eigenschaften oder Charakter. Die Handlung schleicht voran ohne wirkliche action, am Ende zu vieler Kapitel gehen die drei Protagonisten zu Bett… Die Hauptfigur Lisa wartet überwiegend still ab, was mit ihr weiter geschieht. Auch die Ängste kommen nicht wirklich beim Leser an. Alles bleibt distanziert, wozu die langen Fachdiskussionen zwischen der Psychologin und dem Arzt wesentlich beitragen.

Da ich sonst nie Fantasy lese, ich Übersinnlichem oder Phantastischem wirklich gar nichts abgewinne, könnte mein Urteil über dieses Buch auch daher rühren: Ich habe von der Materie einfach keine Ahnung. – Aber von Romanen eigentlich schon, denke ich…

Karin Welters. Die Tanzschule: Lisa Hansens 1. Fall. Bärenklau: Cassiopeiapress Roman/ Edition Bärenklau, 2015.

Weitere Informationen

das Buch auf BookRix.de
Homepage der Autorin

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Rezi beim Schreiblust-Verlag

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