Andrea Schacht. Schiffbruch und Glücksfall (2012)

Schacht, Andrea. 2014. Schiffbruch und Glücksfall (151x250)„Ein Bretagne-Roman“ lautet der Untertitel zu Schiffbruch und Glücksfall. Und dieser Untertitel ist essenziell um die Existenz dieses Romans zu rechtfertigen. Die Story und der Stil würden es wohl kaum schaffen.

Kelda trennt sich nach einem kleinen Schiffbruch in der Bretagne von ihrem Freund Matt und zieht in ein kleines Ferienhaus, das ihre Freundin Marie-Claude ihr vermittelt hat. Kaum angekommen stürzt sie mitsamt dem Sofa in den Keller des Hauses und findet dort ein Skelett. Mit dem sie dann in aller Seelenruhe die Nacht im dunklen Keller verbringt…

Der Held

Am nächsten Morgen wird sie von Hausbesitzer Yves und dessen Freund Simon gerettet – und wie der Zufall in Romanen immer so spielt, ist Simon ein Jugendfreund von Kelda, der damals sehr in sie verschossen war. Simons Großvater stammt aus dieser Gegend der Bretagne und Simon ist auf der Suche nach seinen Spuren. Dass er außerdem eine tragische Liebesgeschichte verarbeiten muss, versteht sich von selbst.

Die Heldin

Kelda zieht nach dem Reinfall mit dem Ferienhaus zu ihrer Freundin, hilft ihr in der Crêperie und will die Rätsel um die Keller-Leiche und um Simons Herkunft lösen. Daneben findet sie auch noch Zeit, ein wenig die Umgebung zu erkunden: Pontusval, Plouescat, St. Pol. Ein paar Legenden und eine Katze spielen auch tragende Rollen.

Happy End im Geheimen

Am Ende sind natürlich alle Rätsel gelöst und Kelda und Simon ein Paar. Die entscheidende Szene für das Happy End hat die Autorin allerdings gleich ganz weggelassen. Aus Angst vor Kitsch? Die Angst war vermutlich berechtigt. Die ganze Liebesgeschichte ist so an den Haaren herbei gezogen und distanziert geschrieben, dass man sich als Leserin nicht wirklich darauf einlassen kann.

Protagonistin: die Bretagne

Im Zentrum dieses kleinen Romans steht eindeutig die Bretagne, ein wenig Landschaft, mehr Legenden und Geschichte. Die Leiche ist ebenso wie Simons Vorfahren nur Vorwand, genüsslich bretonische Vergangenheit auszubreiten. Die Liebesgeschichte ist höchstens Beiwerk. Erzählt ist das Ganze in einer simplen Sprache.

Mein Fazit: Ein halbwegs nettes, schnell gelesenes Büchlein, wenn man echter Bretagne-Fan ist.

Andrea Schacht. Schiffbruch und Glücksfall: Ein Bretagne-Roman. Berlin: Aufbau taschenbuch, 2012.

Weitere Informationen

Seite zum Buch beim Aufbau Verlag
der Roman bei LovelyBooks
Wikipedia über die Autorin Andrea Schacht

Weitere Rezensionen

Rezi des Hörbuchs auf Happy End Bücher
Rezi auf Nethas Schmökerkiste

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: